SUSANNE ZOTTL
  ARCHITEKTIN
             
A STYROFOAM LOVER
WITH (E)MOTIONS OF CONCRETE

EINE INSTALLATION
IN DER SCI-ARC GALLERY
LOS ANGELES
SOUTHERN CALIFORNIA INSTITUTE
OF ARCHITECTURE

DETAILS
JÄNNER-MÄRZ 2009

A STYROFOAM LOVER
WITH (E)MOTIONS
OF CONCRETE

EINE INSTALLATION IN DER SCI-ARC GALLERY
960 EAST 3RD STREET, LOS ANGELES, CA 90013
SOUTHERN CALIFORNIA INSTITUTE OF ARCHITECTURE
23. JÄNNER - 8. MÄRZ 2009

SUSANNE ZOTTL             
ARCHITEKTIN MAG.ARCH.     
                          
SUSANNE.ZOTTL@ZOTTLBUDA.AT
ASLANGASSE 10/2/5         
1190 WIEN                 
TELEFON+431 3208838 FAX+9 

KONZEPT: SUSANNE ZOTTL, MARIO BUDA
KOORDINATION BAUAUSFÜHRUNG: CHRISTOPHER NORMAN
KONSULENT TRAGWERKSPLANUNG: MATTHEW MELNYK/BÜRO HAPPOLD,
DI REINHARD SCHNEIDER/BOLLINGER, GROHMANN UND SCHNEIDER ZT GMBH
TEAM WORKSHOP: JOANNE ANGELES, LIONA AVERY, AUSTIN BAKER, KATRINA BALTMANE, JODIE BASS, ERIK BLANCHARD, MATTHEW CAVENDER, FADI DABBOUS, MELISSA DIRALLES, DINA GIORDANO, EDDIE GONZALES, JAMES JONES, ERIN LANI, SASHA MONGE, CHRISTINE SCHINDLER, BETH SABBAH, AVANI SHETH,
AMANDA WEBBER, DANIELLE YIP

DIESE AUSSTELLUNG WURDE DURCH DIE GROSSZÜGIGE UNTERSTÜTZUNG FOLGENDER INSTITUTIONEN ERMÖGLICHT:




Der Einladung des Southern California Institute of Architecture (SCI-Arc) in Los Angeles folgend gestaltete das Büro von Architektin Susanne Zottl eine standortspezifische Installation im Ausstellungsraum der Universität - der Gallery.
 
SCI-ARC GALLERY - MISSION STATEMENTS/LEITLINIE
Die Gallery des Southern California Institute of Architecture liegt innerhalb des Universitätsgebäudes in Downtown Los Angeles und somit im Umfeld und Spannungsraum des Museum of Contemporary Art (MOCA), der Disney Concert Hall, des REDCAT Theater and Gallery, des Japanese American Museum und der Chinatown Galleries. Die SCI-Arc Gallery stellt als einzige in Los Angeles eine Plattform für experimentelle Projekte zeitgenössischer Architekten dar.

Im Rahmen des SCI-Gallery Ausstellungsprogrammes wird Architekturschaffenden, -lehrenden und -lernenden aber auch der Öffentlichkeit ermöglicht, neue und zukunftsweisende architekturspezifische Themen zu erfahren.

Das Programm fördert Experimente mit neuen Materialien, Konzepten und Produktionstechniken. SCI-Arc unterstützt hierbei den experimentellen Zugang zu Baumaterialien und den in der realen Umsetzung begründeten Lernprozess.

Ziel der SCI-Arc Gallery ist es nicht, Design-Trends zu bestimmen, sondern einen Rahmen für Arbeiten anzubieten, die eine kritische Diskussion gängiger Baupraktiken eröffnen.

Jede der sechs Ausstellungen pro Jahr wird als workshop gestaltet, in dem Studenten in enger Zusammenarbeit mit den eingeladenen Architekten und Architektinnen an der Herstellung und dem Auf- und Abbau der Ausstellung zusammenarbeiten.
  
A STYROFOAM LOVER WITH (E)MOTIONS OF CONCRETE
Die Projektliste des Büros von Architektin Susanne Zottl weist schwerpunktmäßig Bauten im Kontext bestehender Strukturen und denkmalgeschützter Objekte aus. Denkmalpflegerische Vorgaben definieren den gestalterischen Rahmen von Zu- und Umbauten insofern, als sämtliche baulichen Veränderungen des Objektes klar als zeitgenössischer Eingriff ablesbar und die ursprüngliche Erscheinungsform des Denkmals rückführbar sein sollen. Diese Forderungen jedoch “frieren” das Denkmal in einer bestimmten - und zufälligen - Zeitperiode ein.

Die Qualität gewachsener Strukturen liegt in den Spuren, die die verschiedenen durchlaufenen Gestaltungsphasen auf ihnen hinterlassen haben. Gegenwärtige Aufgaben und Fragestellungen verlangen nach laufender Neuinterpretation bestehender Strukturen. Um Denkmäler als lebende Organismen der Stadt zu “erhalten” ist ihre Verwandlung, dem zeitgenössischen Kontext entsprechend, unvermeidlich. Im Vergleich dazu hatten etwa Architekten und Bildhauer des Barock keine derartigen Berührungsängste als sie gotische Kathedralen ihrem Weltbild entsprechend transformierten.

Die SCI-Arc Gallery stellt den Ausgangspunkt der konzeptuellen Überlegungen dar. Hierbei handelt es sich zwar offensichtlich nicht um ein denkmalgeschütztes Objekt, aber innerhalb des Ausstellungsraumes, der nur temporär verändert werden darf, simuliert die Installation vergleichbare Rahmenbedingungen.
   
DAS THEMA DER AUSSTELLUNG KONZENTRIERT SICH AUF ZWEI ASPEKTE DIESER DISKUSSION:
1. Eine neue Nutzung, oder eine die bestehende Nutzung überlagernde, bedingt eine Veränderung bestehender Räume, Strukturen, Gebäude.

2. Umbau- und Sanierungsarbeiten an vorhandenen Gebäuden werden gegenwärtig eng in Verbindung mit der Verbesserung der Energieeffizienz, im speziellen mit der thermischen Isolierung der Gebäudehülle, betrachtet.
    
DIE UNTERSUCHUNG IM RAHMEN DIESER INSTALLATION ZIELT DARAUF AB, DIESE BEIDEN FAKTOREN MIT EINANDER ZU VERBINDEN UND KONZENTRIERT SICH HIERBEI AUF DIE “WAND” ALS BAUTEIL. ÄHNLICHE ÜBERLEGUNGEN WÄREN AUF WEITERE ELEMENTE DES GEBÄUDES, WIE “BODENPLATTE”, “DACH”, ETC., ANZUWENDEN.
ad 1. Die Wand dient nicht nur als Last abtragendes Element, welches Innen- und Außenraum voneinander trennt, oder als Haut, die den Raum in seinen Ausmaßen definiert. Sie beinhaltet Elemente des Raumprogrammes, der neuen Nutzung. Sie fungiert analog der „dicken Wand“ historischer Bauten: Dieser Bereich vermittelt dort zwischen geometrisch definiertem Innenraum und dem städtebaulichen Umfeld durch eine Sequenz aus Erschließung und kleinmaßstäblichen Räumen.

ad 2. Die günstigste und daher am weitesten verbreitete Methode der thermischen Sanierung ist jene der Aufbringung eines “Vollwärmeschutzes“ (Wärmedämmverbundsystem). Platten aus Polystyrol auf (bestehende) Fassaden zu kleben stellt nicht nur aus der Sicht des Gestalters eine unbefriedigende Lösung dar. Darüber hinaus ist es offensichtlich, dass diese Technik ihren Einsatzbereich auf ebene Bestandsflächen limitiert. Es besteht daher der Bedarf eine Alternative zu entwickeln, welche einen größeren Handlungsspielraum als den einfachen “Versatz” (“offset”) ermöglicht.
     
DAS GEGENSTÄNDLICHE EXPERIMENT SCHLÄGT DIE VERBINDUNG DER NOTWENDIGKEIT NEUER NUTZUNGEN MIT JENER DER VERBESSERUNG DER ENERGIEEFFIZIENZ VOR:
Beispielhaft für die Funktionen der „dicken Wand“ werden Durchgänge, Sitznischen und Erweiterungen „bestehender“ Fenster geschaffen.

Das verwendete Material ist eine Mischung aus Styropor-Recycling-Material, welches die thermische Isolierung gewährleistet, und Zement, wodurch die Standfestigkeit der Elemente erreicht wird. Diese Spezialmischung wurde ursprünglich als Ausgleichsdämmung für horizontale Flächen entwickelt. Der Einsatz des Materials in raumbildender, skulpturaler Form wurde bis dato nicht erprobt.

Die Installation basiert auf dem Prozess des Gießens. Das Potenzial dieser Technik wird in Hinblick auf räumliche Gestaltungsmöglichkeiten durch die Einführung einer flexiblen Haut als Bestandteil der Schalung überprüft. Die im Rahmen der Installation “A Styrofoam Lover with (E)motions of Concrete” entwickelten Objekte stellen somit Prototypen in Bezug auf Konzept, Material und Konstruktion dar.

Im Rahmen des Workshops wurde die Ausführungstechnik überprüft, adaptiert und verfeinert. Demnach ist der Einsatz des Materials zur Schaffung raumbildender und gleichzeitig dämmender Elemente möglich. Ziel der weiterführenden Arbeit ist es letztendlich eine Produktionstechnik bzw. ein Produkt zu entwickeln das, zusätzlich zu seinen räumlichen Gestaltungsmöglichkeiten, im Bereich energieeffizienten Bauens eingesetzt
werden kann.
      
DAS MATERIAL WURDE PRODUZIERT UND GEFÖRDERT DURCH: WWW. THERMOZELL.COM
DIE FLEXIBLE MEMBRAN WURDE GEFÖRDERT DURCH: SIMON O., WWW.LATEX.AT
































SUSANNE ZOTTL
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A STYROFOAM LOVER WITH (E)MOTIONS OF CONCRETE
EINE INSTALLATION IN DER SCI-ARC GALLERY
LOS ANGELES
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BLICK VOM EINGANG
JÄNNER-MÄRZ 2009





















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A STYROFOAM LOVER
WITH (E)MOTIONS OF CONCRETE

EINE INSTALLATION IN DER
SCI-ARC GALLERY
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DETAIL, MODELL
JÄNNER-MÄRZ 2009

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A STYROFOAM LOVER WITH (E)MOTIONS OF CONCRETE
EINE INSTALLATION IN DER SCI-ARC GALLERY
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DETAILS
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A STYROFOAM LOVER
WITH (E)MOTIONS OF CONCRETE

EINE INSTALLATION IN DER
SCI-ARC GALLERY
LOS ANGELES
SOUTHERN CALIFORNIA INSTITUTE
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DETAILS, MODELL
JÄNNER-MÄRZ 2009
































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A STYROFOAM LOVER WITH (E)MOTIONS OF CONCRETE
EINE INSTALLATION IN DER SCI-ARC GALLERY
LOS ANGELES
SOUTHERN CALIFORNIA INSTITUTE OF ARCHITECTURE
DETAILS
JÄNNER-MÄRZ 2009
































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A STYROFOAM LOVER WITH (E)MOTIONS OF CONCRETE
EINE INSTALLATION IN DER SCI-ARC GALLERY
LOS ANGELES
SOUTHERN CALIFORNIA INSTITUTE OF ARCHITECTURE
BLICK VOM EINGANG
JÄNNER-MÄRZ 2009

SUSANNE ZOTTL
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A STYROFOAM LOVER
WITH (E)MOTIONS OF CONCRETE

EINE INSTALLATION IN DER
SCI-ARC GALLERY
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SOUTHERN CALIFORNIA INSTITUTE
OF ARCHITECTURE

FORMENBAU
JÄNNER-MÄRZ 2009

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A STYROFOAM LOVER WITH (E)MOTIONS OF CONCRETE
EINE INSTALLATION IN DER SCI-ARC GALLERY
LOS ANGELES
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LATEXMEMBRAN UND BEWEHRUNG
JÄNNER-MÄRZ 2009












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EINE INSTALLATION IN DER SCI-ARC GALLERY
LOS ANGELES
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MISCHEN UND GIESSEN
JÄNNER-MÄRZ 2009

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EINE INSTALLATION IN DER SCI-ARC GALLERY
LOS ANGELES
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TRENNEN DER OBJEKTE
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AUFSTELLEN DER OBJEKTE
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AUFSTELLEN DER OBJEKTE
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MODELL STUDIEN
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